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Tonstudio Bau Teil 6 – Raum-in-Raum – Der Boden

Der Boden in der Raum-in-Raum-Konstruktion

Wie bauen wir den Boden in einer Raum-in-Raum-Konstruktion?

Der Boden in unseren schalldichten Räumen war wieder eine Herausforderung. Nicht nur die Umsetzung an sich, sondern schon die Wahl des Materials. Der Boden sollte entkoppelt und trotzdem stabil sein. Die beste Methode wäre es wohl gewesen, einen schwimmenden Estrich zu gießen. Das wäre allerdings sehr teuer, zeitaufwendig und wir hätten wieder einen Statiker zur Rate ziehen müssen. Weiterhin wird für gegossenen Estrich eine Mindesthöhe von 4cm vorgeschrieben (zumindest von den Firmen, bei denen wir angefragt haben). Unsere schon eingebaute Tür hat eine Bodenhöhe von 4cm (zzgl. Dämmung) allerdings nicht zugelassen.

Unsere Überlegung war, den Boden komplett auf Sylomer zu bauen. Leider ist Sylomer kein günstiges Material und wir konnten das Gewicht des Bodens nicht genau berechnen. Also mussten wir uns etwas anderes ausdenken. Die nächste Überlegung war es, Balken auf Sylomer zu verlegen und auf den Balken OSB Platten zu verlegen. Hierbei hatten wir jedoch die angst, dass der Boden durch den Hohlraum zwischen den Balken resoniert und starker Trittschall aufkommt.

Unsere Lösung war es dann, am Boden Dämmplatten aus Steinwolle zu verlegen, um den Trittschall zu dämmen. Wir haben davon also eine Schicht harte Bodendämmplatten verlegt und versetzt darauf eine Schicht mit dünneren und weicheren Bodendämmplatten. Auf die Dämmplatten haben wir dann Trockenestrichplatten verlegt und mit speziellem Kleber verklebt. An den Seiten vom Estrich haben wir Randdämmstreifen aus Glaswolle verlegt, damit die Estrichplatten von den Wänden (fast) entkoppelt sind.

Am Anfang war der ganze Aufbau sehr weich und hat richtig geschwommen. Wir hatten schon Panik, dass wir ihn wieder rausnehmen müssen und eine Dämmschicht weniger benutzen müssen. Die harte Daemmschicht hätte vollkommen ausgereicht. Als die Möbel später drin waren hat sich das aber zum Glück gelegt. Ob das leichte Defizit in der Trittschalldämmung nun an unserer Unterkonstruktion oder an den Trockenbauplatten liegt, wissen wir nicht. Ein gegossener Estrich ist als Boden in jedem Falle besser geeignet und zu empfehlen. Bei uns war das leider aus verschiedenen Gründen nicht möglich.

Tonstudio bauen Bodemdaemmung

Bodendämmplatten mit Dampfbremse

Der Bodenbelag

Korkboden im Tonstudio

Schließlich brauchen wir noch einen Bodenbelag, der dann auf unsere Estrich-Schicht kommt. Hierbei haben wir wieder unseren Akustiker zu Rate gezogen. Es soll in jedem Fall ein Boden aus Naturmaterial sein, sprich Parkett, Kork oder vergleichbares. Naturmaterial deshalb, da es aus akustischen Gründen gut geeignet ist. Weiterhin ist er flexibler als Fliesen und lässt somit unsere Holzkonstruktion besser arbeiten und kommt zu guter Letzt dem Raumklima entgegen. Deswegen haben wir uns für Korkboden entschieden. Beim Kauf vom Korkboden ist jedoch Vorsicht geboten. Auch Laminat, auf das nur eine dünne Korkschicht geklebt wurde, darf sich offiziell Korkboden nennen. Je dicker die tatsächliche Korkschicht ist, desto besser.

Bodenverlegen im Tonstudio

Das bluStudios Tonstudio in Heidenau Nordheide ist mit seinen akustisch optimierten Studioräumen, dem hochwertigen Equipment und unseren erfahrenen Tontechnikern im stande jede mögliche Produktion zu fahren. Die Regie- und Aufnahmeräume bieten eine gemütliche Atmosphäre für künstlerische Arbeit jeder Art. 

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2019-01-02T16:06:22+00:00

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