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Tonstudio Bau Teil 8 – Fliesen, Tapezieren und Malen

Fliesen legen

Was brauchen wir?

Wir haben uns für dunkle Fliesen mit Natursteinoptik entschieden. Die Regie und Aufnahme werden wie erwähnt mit Kork ausgelegt, der komplette Rest wird mit Fliesen ausgestattet. Zum Einen hatte unsere Entscheidung optische Gründe und zum Anderen auch pragmatische. Die Vorstellung, einfach einen Eimer Wasser auszuschütten und dann drüberfeudeln zu können hatte seine Reize. Was wir von dieser Entscheidung mitgenommen haben, ist übrigens, dass dunkle bzw. schwarze Fliesen nur ausnahmslos glücklich machen, wenn man entweder klinisch steril lebt oder nichts dagegen hat, JEDEN Tag zu wischen, da Schwarz jedes Staubkorn sichtbar macht. Duh…

Wie machen?

Wir haben vorher noch nie Fliesen gelegt und haben uns lediglich mit Youtube und Google darauf vorbereitet. Und mehr brauchten wir auch nicht. Fliesen, Kelle, Fliesenkleber (am besten einen Flex-Kleber) und Fliesenkreuze (Abstandshalter) kaufen und ran an die Buletten. Boden säubern, Kleber anrühren (was, wie sich rausgestellt hat, am besten mit Hand und Kelle funktioniert), auf Boden und Fliese schmieren (mit gekerbter Seite auf den Boden und mit glatter Seite auf die Fliese), und die Fliese anpressen. Auf lästige Hilfen wie Wasserwaage haben wir komplett verzichtet und einfach geguckt, dass die Fliesen einigermaßen auf einer Höhe sind. Beim Fliesen einfach keine Panik und schön in Ruhe, dann kommt man auch voran.

Beim Schneiden von Fliesen können wir nur einen ordentlichen Fliesenschneider (der scharf oder am besten neu ist) oder eine Flex mit anständiger Trennscheibe empfehlen. Wir hatten einen ziemlich beschissenen Fliesenschneider und einen Dremel im Arsenal. Unser Fliesenschneider war alt und hat die Fliesen splittern lassen und mit dem Dremel brauchten wir für die Längsseite einer (!) Fliese mehr als einen Tag – Akku alle 20 Minuten laden und nach spätestens drei Akkuladungen die Trennscheibe wechseln Müssen, da sie bis auf die Knochen abgenutzt ist, sind keine Symptome effektiven Arbeitens. Mit einer Flex mit guter Fliesen-Scheibe war das dann alles kein Problem. Die Schnittstelle einmal komplett anflexen, damit die Fliese ihre Oberflächenspannung verliert und dann mit einem zweiten Mal ganz durchflexen. Das ist die beste Methode um Splitterungen zu vermeiden.

Der Weg zu dieser Erkenntnis hat uns auf jeden Fall die eine oder andere Fliese und gut Nerven gekostet. Reststücke sollte man immer aufbewahren, eventuell hat man irgendwo eine kleine Lücke, für die man dann keine ganze Fliese “anbrechen” muss. Latexhandschuhe sind bei dieser Arbeit auch sehr sinnvoll, wenn man sich nicht die Flossen mit Fliesenkleber zuschmieren möchte. Ist auch unangenehm für die Haut!

Am Ende haben wir die Fugen dann mit Fugenweiß gefüllt. Dazu einfach die Fugenweiß-Masse mit einem Fugbrett in die Fugen drücken, das Schwammbrett feucht machen (aber immer ausdrücken) und drüberwischen, bis die Fuge wie gewünscht aussieht.

Tapezieren und Malen

Was wir brauchen

Wir haben lange überlegt, wie wir unsere Wände und Decken schön und dennoch günstig gestalten. Bei der Größe unseres Studios hätten wir unzählige Tapetenrollen benötigt. Wir sind dann darauf gekommen, den nackten Wänden mit Hilfe der berühmt-berüchtigten “Wisch-Technik” mit Putz Struktur zu geben. Also ab in die Handschuhe und Putz in die Hand und dann sichelförmig (winkende Handbewegung) von oben nach unten auf der Wand auftragen. Das ist viel günstiger als Tapeten und sieht gar nicht so schlecht aus. Anstelle der “Wisch-Technik” kann natürlich auch gemalt werden. Den Putz kann man dann mit Farbe noch überstreichen. Mit dieser Methode haben wir fast alle Wände im Studio aufgepeppelt.

In Konferenzraum, Aufnahme und Studio 1 haben wir als optisches Highlight an einigen Wänden dann Vlies-Tapeten mit dunkler Steinoptik angekleistert. Die sind zwar recht teuer gewesen, aber die Optik war das auf jeden Fall wert. Die Tapete ist recht robust und kleine Beschädigungen kann man mit einem schwarzen Edding leicht kaschieren. Kleister so anrühren, dass er zäh aber klumpenfrei ist und dann die gewünschte Bahn Tapete und Wand (!!!) gleichmäßig einschmieren. Die Tapete von oben anlegen und ein ca. 1m langes Stück leicht andrücken, sodass die Tapete nicht mehr runterfällt. Dieses Stück mit einer Wasserwaage ausrichten und den Rest der Bahn anlegen.

Tapezieren und Malen sollte man übrigens relativ am Ende der Bauphase machen, da man sich dann, wenn man etwas unachtsam und/oder ungeschickt ist, viel doppelte Arbeit erspart.

Das bluStudios Tonstudio in Heidenau in der Nordheide ist mit seinen akustisch optimierten Studioräumen, dem hochwertigen Equipment und unseren erfahrenen Tontechnikern im Stande jede mögliche Produktion zu fahren. Die Regie- und Aufnahmeräume bieten eine gemütliche Atmosphäre für künstlerische Arbeit jeder Art. 

ZUM TONSTUDIO
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2018-12-13T17:47:30+00:00